Caledonia you’re calling me …

September 5, 2010 at 18:55 1 Kommentar

Pünktlich um 7:00 versammelten sich 4 Ranger (Anna, Carina, Lisa, Julia), 1 Rover (Tobias) und zwei Begleiter (Martina, Wolfgang), um für die bevorstehende Reise jede Menge Proviant zu kaufen.

Im Metro stieß dann noch ein achter Teilnehmer zu uns, als Severin stellte er sich uns vor.
So schnell wie möglich (mit nur einer Übernachtung) durchquerten wir Deutschland, um vor unserer Fähre noch ein bisschen Zeit zu haben, Amsterdam zu besichtigen. In den Niederlanden trafen wir auch zum ersten Mal die kleine, bunte Gruppe bestehend aus anderen Pfadfindern (Christoph, Georg, Roman) und deren Verwandte/Freunde (Maria, Jürgen).
Zwei Tage nach unserem Aufbruch brachte uns eine Fähre von den Niederlanden nach Newcastle, eine Stadt, die leider noch in England liegt. Zum Glück konnten wir auch Severin, für den ja nicht reserviert wurde, auf die Fähre schmuggeln. Auf der Fähre hatten wir so unseren Spaß mit dem Wind, der so stark ging, dass unsere Fähre 30 Minuten Verspätung hatte.
In Newcastle angekommen, fuhren wir uns so schnell wie möglich in Richtung Norden = Schottland.
Über kurz oder lang mussten wir feststellen, dass zwei der drei mitgebrachten Gruppenkuppelzelte das wahre Gegenteil von dicht waren und auch das dritte ließ die Feuchtigkeit bereitwillig vom Boden ins Zelt kriechen. Aber … was soll’s? Wir sind doch schließlich hart im Nehmen und erfindungsreich. Man braucht nur Power-Tape und Müllsäcke und schon sind gebrochene Zeltstangen und undichte Zeltböden kein Problem mehr.
Als erstes besichtigten wir die sagenumwobene Rosslyn-Chapell, wobei wir den heiligen Gral dort leider nicht fanden. Doch wir haben so unsere Vermutung, wo man ihn finden könnte ;)
Unseren Aufenthalt in Edinburgh mussten natürlich einige ausnützen, um möglichst viel Geld auszugeben ;) Nebenbei trafen wir dort auch leider nur zwei Schottinnen, die wir noch vom Aqua! kannten.
Irgendwann ging uns dann der Severin aus … ach ja, ich vergaß zu erwähnen: Severin war unser Mineralwasser!
Doch Schottland ist nicht genug! Kaum verbrachten wir einige Tage auf der großen britischen Insel, zog es uns schon noch weiter in den Norden. Eine zweite Fähre brachte uns von Aberdeen nach Lerwick, der Hauptstadt von den Shetlands, wobei wir feststellen mussten, dass das Fähren-fahren unterschiedlichen Personen unterschiedlich gut gefällt bzw. bekommt. Bis jetzt war das Wetter eigentlich herrlich, es hat höchstens ein paar Mal genieselt. Doch auf den Shetlands lernten wir wieder den guten alten Regen kennen.
Da uns zwei Inseln noch immer nicht genug waren, besuchten wir auch noch die Orkneys, auf denen merkbar mehr Touristen unterwegs sind, als die fünf, die wir auf den Shetlands trafen. Auf der größten Orkney-Insel gab es kaum einen Quadratmeter, den wir unbesichtigt ließen. Dank unserem tollen Explorer-Ticket waren so ziemlich alle Orkney-Sehenswürdigkeiten für uns kostenlos.
Zurück in Schottland besichtigten wir dann so viele Castles und andere Ruinen, dass wir sie fast nicht mehr unterscheiden konnten. Um den Kasteln auch Namen zu geben: Urquhart Castle, Eilean Donan Castle, Stirling Castle. Zur Abwechslung blieben wir auch bei einigen Löchern und in den Highlands für Fotos kurz stehen. Auch die anderen trafen wir nach unserem Abstecher auf die Inseln wieder.
Auf dem vorletzten Campingplatz hatten wir dann ein kleines Problem mit den schottischen Mücken, die nicht größer als drei Millimeter sind. Wir mussten nur aus dem Bus aussteigen und schon hatte jeder von uns einen Schwarm Mücken um sich, die übrigens sehr übel beißen oder stechen können. Daraufhin beschlossen wir, uns Nato-geprüfte Netze zu kaufen, die man über den Kopf stülpen konnte und somit zumindest der Kopf geschützt ist. Auch den Begriff „essen gehen“ gaben wir eine neue Bedeutung: Wenn man eine gewisse Geschwindigkeit (normale Gehgeschwindigkeit reichte aus) beibehält, kommen die Mücken nicht mehr nach. Und so sind wir halt am Campingplatz zwei Runden essen gegangen.
Da nun schon viele schöne Tage vergangen sind, mussten wir uns dann doch wieder auf den Rückweg machen. Nach 17 Tagen kamen wir ein bisschen wehmütig wieder zu Hause an.
Somit hat es uns auch dieses Lager wieder in den Norden gezogen, wenngleich auch nicht ganz so weit. Der Ruf des Nordens muss einfach stark sein!
Und möglicher Weise stimmt für einige von uns das zu Beginn zitierte Lied noch immer: Caledonia you’re calling me (again)? Ob es uns nächstes Jahr wieder in den Norden zieht?

Tobias

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Aufräumaktion im ZiHu Wir sind übersiedelt!

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