Der hohe Norden ruft!
August 19, 2009
Nach hervorragenden Vorbereitungen startete unsere Reise am Dienstag den 14. Juli 09. Mit dem Gruppenbus fuhren wir (Alex, Christoph, Julia, Martina, Sebastian, Tobias und Wolfi Ö.) Richtung Norden.
Wir durchquerten Tschechien und unser Nachtlager schlugen wir in Dresden auf. Unser nächstes Ziel war Travemünde, wo uns die Fähre nach Helsinki erwartete. Nach zwei Nächten und einem sonnigen Tag auf der Fähre erreichten wir Helsinki um 7:00. Da wir keine Zeit verschwenden wollten, starteten wir nachdem wir einen Campingplatz gefunden haben mit der Stadtbesichtigung. Unter anderem besichtigten wir den Dom von Helsinki und die russisch-orthodoxe Kirche und am Nachmittag fuhren wir mit einer kleinen Fähre zur Insel Suomenlinna, wo eine alte Befestigung steht. Am Abend entdeckten wir das Bohnenspiel – eine wahre Sucht!
Am nächsten Tag spalteten wir uns in zwei Gruppen, eine shoppingsüchtige (Julia, Martina, Alex, Sebastian, Wolfi) und eine museumssüchtige Gruppe (Christoph, Tobias). Zu Mittag vereinten wir uns wieder und schauten uns gemeinsam die Felsenkirche von Helsinki an. Am Nachmittag standen der Vergnügungspark Linnamäki und das Sealife-Center am Programm.
Nach den zwei wunderschönen Tagen in Helsinki hatten wir auch unser Maskottchen Bom gefunden – ein Basilikumbäumchen, das Alex in Helsinki erstanden hat. Unser nächstes Ziel war die Skisprungschanze in Lahti. Wir machten uns auf die Spuren von Schlierenzauer & Co. und besichtigten die berühmte Großschanze von Lahti. Nach diesem kurzen Stopp ging es immer weiter in den Norden. Unser nächster Halt war der Polarkreis in Rovaniemi, wobei die Shoppingsüchtigen auch das Santa Village ausführlich unter die Lupe nahmen. Dort wurden leider auch einige Finnmesser gekauft. Da unsere Burschen jetzt mit scharfen Messern ausgerüstet waren, konnten wir uns auf ein wahres Abenteuer wagen – den Inarisee. Wir (Julia, Tobias) besuchten das Dörfchen Inari. Dieser Ort besteht aus genau fünf Häusern, einer Kirche und einem Lebensmittelgeschäft. Derweil versuchten sich die anderen Jungs (Alex, Christoph, Sebastian) im Fischen, aber hatten leider kein Glück bzw. zu wenig Geduld. Daher fiel unser Abendessen aus
.
Das Kanufahren am nächsten Tag wurde schon von allen sehnlichst erwartet. Bei starken Wind und mannshohen Wellen wagten wir uns mit unseren Kanus auf den riesigen See. Nachdem wir über eine Stunde umhergepaddelt sind, suchten wir Zuflucht in einer geschützten Bucht auf einer Halbinsel. Nach einer kurzen Rast wagten sich drei mutige junge Männer (Alex, Sebastian, Tobias) auf den unruhigen Inarisee. Es dauerte keine zehn Sekunden und sie wurden nicht mehr gesehen. Gott sei Dank konnten wir die Jungs und das Kanu wohlbehalten auf das Festland zurückholen. Nach dieser nicht sehr angenehmen Erfahrung wurde beratschlagt, wie wir auf sicherem Wege zu unserem Lager zurückkehren könnten. Wolfi kam auf die glorreiche Idee, einen Trimaran zu bauen, also alle drei Kanus mit Hilfe von Baumstämmen zusammenzubinden. Deshalb machten sich die mutigen Finnmesserträger auf den Weg und holten uns drei Baustämme. Nachdem es eigentlich so gut wie fertig war, hatte Sebastian nichts Besseres zu tun als sich die Hand zu filetieren. So machten wir uns auf dem schnellsten Weg zurück zum Campingplatz, wo wir dann die Rettung verständigten. Nach zwei, drei Stunden kamen Sebastian und Martina von der Krankenstation in Ivalo zurück. Sebastion wurde mit neun blauen Haft bereichert. Wir beschlossen den Unglücksort so bald wie möglich zu verlassen und machten uns einen Tag früher als gelpant auf den Weg zum Nordkap. Nach circa acht Stunden erreichten wir die Nordkapinsel. Nach langem Überlegen beschlossen wir, den Eintritt zu bezahlen, um das Nordkap von der Nähe betrachten zu dürfen. Unser Bom durfte natürlich nicht fehlen. Es gab dort sogar ein spezielles Verkehrszeichen für unseren Freund – siehe Fotos.
Am Campingplatz direkt auf der Insel schlugen wir dann unsere Zelte auf. Es war sehr beeindruckend, da die Sonne gar nicht mehr unterging. Unser Heimweg führte uns nach Schweden, wo wir noch die Stadt Uppsala und das Vasa-Museum in Stockholm besichtigten. Über die Öresund- und Störtebeltbrücke ging es nach Dänemark und weiter nach Deutschland. Nach der letzten Nacht, die eigentlich die vorletzte sein sollte, auf einem Kleinkinder- und Pensionistencampinplatz (Nachtruhe: 22:00) konnten wir unsere Heimat schon riechen. Zurück im Zihu beseitigten wir unsere Spuren und köpften die letzte Flasche Sekt und stießen auf die gelungene Reise an.
Wir haben den hohen Norden gesehen und waren beeindruckt von der Weite des finnischen Landes und den kurzen Nächten! Stolz können wir auch sagen, dass wir am nördlichsten befahrbaren Punkt der Welt, dem Nordkap, waren, was wir auch teuer bezahlen mussten. Von dieser Reise werden wir noch so einige Geschichten erzählen können und vielleicht holt uns der Ruf des Nordens wieder ein.
HOFFENTLICH!
Julia und Tobias
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1.
Johannes | August 19, 2009 at 21:09
Toller Bericht! Fotos werden ja hoffentlich bald folgen.
2.
Johannes | August 25, 2009 at 21:56
Fotos zum RaRo Sommerlager sind jetzt online. Zu finden wie üblich in der RaRo Galerie!